Von Dortmund nach Toronto: Fortschritte in inklusiven digitalen Technologien für die Gesellschaft
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Vom 2. bis 8. Februar besuchte der Doktorand Toan Nguyen die Toronto Metropolitan University (TMU) im Rahmen des Bridging Divides Future Leaders Fellowship, das vom Canada Excellence Research Chair (CERC) in Migration and Integration ausgerichtet wurde. Das Fellowship brachte acht Forschende aus sechs Ländern sowie acht Fakultätsmitglieder zusammen und bot ein dynamisches, interdisziplinäres Umfeld für den Austausch von Perspektiven und die Zusammenarbeit an Themen der digitalen Transformation und des Social Computing zur Unterstützung von Migration und Integration.
Während des Fellowships wurde Herr Nguyen von Prof. Josephine Pui-Hing Wong betreut, deren Expertise wertvolle Einblicke in die interdisziplinäre und gemeinschaftsorientierte Forschung an der Schnittstelle von Migration und digitalem Wandel bot. Das Programm kombinierte den akademischen Austausch mit Maßnahmen zur beruflichen Weiterentwicklung, um die Fähigkeit der Forschenden zu stärken, ihre Arbeit auch außerhalb der Wissenschaft zu kommunizieren und zu positionieren. Workshops zu den Themen Research Storytelling, Medienkommunikation und Grant Writing – geleitet von Johanne Pelletier und Prof. Anna Triandafyllidou – vermittelten fundierte Kenntnisse darüber, wie Forschungsnarrative effektiv präsentiert, die Öffentlichkeit eingebunden und wettbewerbsfähige Forschungsanträge entwickelt werden können. Insgesamt unterstrichen diese Aktivitäten die Bedeutung der Aufbereitung technischer Forschung in zugängliches Wissen, das politische Entscheidungen, den öffentlichen Diskurs und die interdisziplinäre Zusammenarbeit maßgeblich beeinflussen kann.


Darüber hinaus besuchte Herr Nguyen während des Fellowships das Trustworthy AI Research Lab (TAILab) an der Toronto Metropolitan University, das von Associate Prof. Reza Samavi gegründet wurde. Im Mittelpunkt der Gespräche standen vertrauenswürdige, erklärbare und verantwortungsbewusste KI-Systeme. Dieser Besuch steht in engem Einklang mit der Forschungsvision des Research Center Trustworthy Data Science and Security (RC Trust) der TU Dortmund, das sich der wachsenden Herausforderung widmet, Vertrauen in intelligente Systeme an der Schnittstelle von technologischer Innovation und gesellschaftlicher Akzeptanz aufzubauen. In den Diskussionen wurde erörtert, wie menschenzentriertes KI-Design, erklärbares maschinelles Lernen und transparente Datenanalyse das Vertrauen in KI-Systeme stärken können – insbesondere in gesellschaftlich sensiblen und sicherheitskritischen Bereichen. Zudem hielt Herr Nguyen auf Einladung von Prof. Ebrahim Bagheri einen Seminarvortrag an der University of Toronto, bei dem er Forschungsideen zu künstlicher Intelligenz und datengesteuerten Systemen mit Studierenden und Forschenden teilte. Das Seminar förderte den Dialog darüber, wie Mensch-KI-Interaktion und vertrauenswürdige Data Science eine verantwortungsvolle technologische Entwicklung unterstützen können. Dies stärkte die internationalen Forschungskontakte weiter und unterstrich die Notwendigkeit, intelligente Systeme zu entwickeln, die sowohl technisch robust als auch gesellschaftlich vertrauenswürdig sind.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Fellowship das internationale Forschungsnetzwerk gestärkt und wertvolle Gelegenheiten für Zusammenarbeit, Mentoring und Wissensaustausch geboten hat. Die Erfahrung verdeutlichte, wie wichtig es ist, technische Innovation mit verantwortungsvollen Forschungspraktiken und effektiver Wissenschaftskommunikation zu verbinden, um komplexen globalen Herausforderungen wie Migration und digitaler Inklusion zu begegnen.
