Die HAII-Frauen beim 5. Women* in Computing Workshop

Letzte Woche Donnerstag, am 07.05.2026, reisten die Frauen der HAII-Gruppe der TU Dortmund und des RC Trust nach Berlin, um am 5. Workshop zum Thema „Women* in Computing: Finding Balance – Juggling Obligations, Working Domains, Work & Life“ teilzunehmen.
Wie jedes Jahr wurde der Workshop durch den DFG SFB TRR 161 und sein Team unterstützt (darunter Frau Prof. Reinschlüssel und Frau Prof. Feuchtner). In diesem Jahr wurde der Workshop von Frau Prof. Döring an der TU Berlin ausgerichtet und konzentrierte sich darauf, wie man als Frau seinen Weg in der Wissenschaft findet, gesund bleibt und auf sich selbst achtet, während man gleichzeitig erfolgreich ist.
Der Tag begann mit Networking und Fingerfood, gefolgt von kurzen Vorstellungsrunden, in denen die Organisatorinnen, Sprecherinnen und Teilnehmerinnen Einblicke in ihren Werdegang, ihre Forschung und Aspekte ihres Privatlebens, wie Hobbys und Familie, gaben.
Die erste Vortragsrunde begann mit einer Präsentation von Frau Neha Kumar, der derzeitigen SIGCHI-Präsidentin und Professorin am Georgia Tech. Ihr Vergleich zwischen einem vollen Glas und einem erfüllten Leben voller „Steine“ war eine großartige Analogie für den Aufbau eines bedeutungsvollen Lebens um die Dinge herum, die wirklich zählen und uns glücklich machen: „Wenn man die großen Steine nicht zuerst hineinlegt, bekommt man es nie voll.“ Sie sprach weiter über die Bedeutung von Fürsorge (Care) im Allgemeinen, und wir empfanden ihren Vortrag als sehr bestärkend und inspirierend. Anschließend sprach Frau Prof. Barbareschi von der Universität Duisburg-Essen darüber, wie sie ihren eigenen Weg im akademischen Management gefunden hat, und gab wertvolle Tipps zum Umgang mit dem Hochstapler-Syndrom (Imposter Syndrome) und zum Zeitmanagement.


Nach einer kurzen Kaffeepause verlagerte sich der Schwerpunkt der zweiten Vortragssitzung von den Erfahrungen von Frauen in der Wissenschaft zu denen in der Industrie. Carla De Angelis, die bei Ecolab arbeitet und neben ihrer akademischen Laufbahn über 20 Jahre Erfahrung in der Industrie mitbringt, sprach über die Arbeit und das Setzen von Prioritäten in einem Umfeld, in dem viel auf dem Spiel steht, während sie gleichzeitig ein erfülltes Leben führt, insbesondere als Mutter. Ghada Helal erzählte von ihrem inspirierenden beruflichen Werdegang und sprach darüber, wie sie Familienleben, Arbeit und den Aufbau einer Gemeinschaft für Frauen unter einen Hut bringt.
Zum Abschluss wurden alle Teilnehmer aufgefordert, persönliche Fragen an die Referenten auf einer gemeinsamen Miro-Tafel zu stellen. Alle stimmten dann über die Fragen ab, und die beliebtesten wurden während der abschließenden Gruppenaktivität diskutiert.


Der Tag endete mit einem zum Nachdenken anregenden Besuch des Futurium-Museums, in dem wir erkundeten, wie wir in der Zukunft leben wollen, und den vielen möglichen Zukünften, die zur Diskussion stehen, sowie einem Abendessen in der Weltwirtschaft. Durch interaktive Ausstellungen zu den Themen Technologie, Natur und Menschlichkeit wurden wir eingeladen, mögliche Zukunftsszenarien zu entdecken und über unsere eigenen Perspektiven zu kontroversen Themen nachzudenken. Es war der perfekte Abschluss eines inspirierenden und ermutigenden Tages, der mit bedeutungsvollen Gesprächen, wertvollen Erkenntnissen und Gelegenheiten zum Austausch mit anderen Frauen aus der Computerbranche gefüllt war.



