Erster und größter Workshop zu LLMs für die Zukunftsindustrie an der TUM Heilbronn
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Was braucht es, um Large Language Models über beeindruckende Demonstrationen hinaus weiterzuentwickeln und sie in Technologien zu verwandeln, die reale Industrieprozesse unterstützen können? Diese Frage prägte zwei Tage voller Vorträge, Diskussionen und Austausch beim ersten Workshop zum Thema „Large Language Models Empowering the Future of Industry“, der vom 20. bis 21. Juli 2026 in Heilbronn stattfand.
Prof. Dr. Mayer und Ankur Bhatt nahmen an dem Workshop teil, der Forschende und Branchenexperten zusammenbrachte, um zu diskutieren, wie LLMs und verwandte KI-Technologien industrielle Abläufe und Entscheidungsprozesse unterstützen können. Die Veranstaltung wurde von Herr Prof. Ziyue Li und Frau Prof. Alena Otto von der Technischen Universität München gemeinsam mit Herrn Prof. von Behren von der Technischen Universität Dortmund ausgerichtet.
Der Workshop begann mit Begrüßungsworten von Frau Prof. Li, Frau Prof. Otto und Herrn Prof. von Behren. Sie führten in das Programm ein und unterstrichen die wachsende Bedeutung von LLMs im industriellen Kontext.
In der Eröffnungs-Keynote referierte Herr Prof. Fugee Tsung zum Thema „Intelligence-Driven Quality Innovation: From Industrial Informatics to Intelligent Decisions“. Er erörterte, wie industrielle Daten und intelligente Methoden kombiniert werden können, um das Qualitätsmanagement zu verbessern und bessere Entscheidungen zu unterstützen. Anschließend verlagerte sich die Diskussion vom Potenzial hin zur Umsetzung. Im Vortrag „Operationalizing LLMs in Industry“ konzentrierte sich Herr Matthias Baier auf die praktische Arbeit, die erforderlich ist, um LLMs in reale Industrieumgebungen zu integrieren. Herr Prof. Jin, der online zugeschaltet war, führte die fertigungstechnische Perspektive mit dem Vortrag „LLMs for Process Modeling in Manufacturing“ fort. Eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Burning Challenges Meet Proven LLM Capabilities“ brachte Referenten aus Wissenschaft und Praxis ins Gespräch. Anstatt nur darauf zu blicken, was LLMs möglicherweise in Zukunft leisten könnten, untersuchte das Panel, was sie bereits jetzt bieten, welche industriellen Herausforderungen nach wie vor ungelöst sind und welche Lücken noch geschlossen werden müssen, bevor ein breiterer Einsatz möglich wird.
Der Nachmittag weitete die technologische Perspektive weiter aus. Frau Prof. Xuan Wang stellte „Towards Small, Open-Source, Multimodal LM Agents for Science and Society“ vor und untersuchte das Potenzial kleinerer und zugänglicherer multimodaler Sprachmodell-Agenten für wissenschaftliche und gesellschaftliche Anwendungen. Herr Dr. Franke von ZIETA folgte mit „Deep Learning-Enhanced Soft Sensors for Real-Time Glucose Concentration Monitoring in Fed-Batch Bioreactors“ und zeigte, wie Deep Learning die Echtzeit-Glukoseüberwachung in Bioreaktoren unterstützen kann.
Nach einem Tag voller Vorträge und Diskussionen schuf die Poster-Session Raum für einen direkteren Austausch. Die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, sich über die Arbeit der jeweils anderen zu informieren, Ideen zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen. Der erste Tag klang mit einem gemeinsamen Abendessen aus, zu dem Frau Prof. Li eingeladen hatte.
Der zweite Tag begann mit Herrn Prof. Youness Dehbi, der über „Urban Digital Twins for Smart Cities“ sprach. Sein Vortrag bot Einblicke darin, wie digitale Zwillinge dazu beitragen können, Städte besser zu verstehen und intelligentere Ansätze für die Stadtplanung zu fördern. Anschließend hielt Herr Prof. Dr. Mayer den Vortrag „Designing Human-Centered Computing Systems in the Age of LLMs“. Er thematisierte die Notwendigkeit, über reine Prompts und einfache Interaktionen mit Sprachmodellen hinauszudenken. Der Vortrag befasste sich damit, wie maschinelles Lernen und andere Technologien kombiniert werden können, um Systeme zu schaffen, die den Menschen wirksam unterstützen und auf seine Bedürfnisse eingehen. Im abschließenden Vortrag erörterte Herr Dr. Mohammadreza Fani Sani, wie agentische KI komplexe organisatorische Prozesse unterstützen und automatisieren kann. Der Workshop endete mit einer Diskussionsrunde darüber, wie die Veranstaltung künftig weiterentwickelt und optimiert werden kann.
Insgesamt bot der Workshop Forschenden und Branchenexperten wertvolle Einblicke, um Perspektiven auszutauschen, offene Herausforderungen zu diskutieren und zu ergründen, wie LLM-basierte Technologien für den praktischen Einsatz vorangebracht werden können.
